Seit wann sind Brautkleider weiß?

Schon immer? Nein, Brautkleider tragen nicht schon seit jeher die Farbe weiß. Denn auch das Brautkleid hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Wenn Bräute aus der Mittel- und Unterschicht Anfang des 20. Jahrhunderts das Ja-Wort gaben, dann in der sogenannten Sonntagsstaat. Jetzt werden sich viele von Ihnen fragen, was ist eine Sonntagsstaat? Dabei handelt es sich um das schönste Kleid, das im Kleiderschrank zu finden war, meist war es eine entsprechende Tracht, die in der ansässigen Region vertreten war.

In den 1920er Jahren war es so weit

Erst ab den 1920er Jahren durften sich die zukünftigen Bräute über ein weißes Brautkleid erfreuen. Mittlerweile ist Weiß die Farbe der Brautkleider. Nicht nur in Europa, sondern auch die gesamte westliche Welt hüllt sich in Weiß. Diese Farbe steht für Unberührtheit und Reinheit. Was zu früheren Zeiten sehr streng genommen wurde. Sie kennen doch die alten vergilbten Hochzeitsfotos nur zu gut, aber warum tragen auf diesen viele Bräute schwarz? Diese Frage ist sehr einfach zu beantworten, denn bis weit ins 20. Jahrhundert hinein müssten viele Frauen, die in freudiger Erwartung waren, im schwarzen Kleid vor dem Traualtar treten.

In der heutigen Zeit kaum mehr vorstellbar

Denn in unserer Zeit streuen die eigenen Kinder Blumen und die Mama als wunderschöne Braut in Weiß hat ihre Freude daran. Der weiße Brautschleier steht mit dem klassischen weißen Kleid in enger Verbindung.

Ein Brauch, der sich bis heute bewahrt hat

Die Braut wird stolz an der Hand des Vaters zum Altar geführt. Der effektvolle Schleier umhüllt ihr Gesicht. Erst neben dem Bräutigam wird der Schleier gelüftet. Früher steckte da folgendes Geheimnis dahinter: Die „Verfügungsgewalt“ über die Braut ging vom Vater auf den Ehemann über. Der Schleier war dafür gedacht, dass er die zukünftige Ehefrau wie ein kostbares Geschenk umhüllt.